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Mannheim, 06.10.09. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Region Rhein-Neckar hat sich entschieden gegen Überlegungen ausgesprochen, 2010 zwei verkaufsoffene Sonntage in Mannheim durchzuführen. Für den Verband ist nicht nachvollziehbar, dass der Einzelhandel erneut versuchen will, auf „Biegen und Brechen“ einen weiteren Sonntagsverkauf durchzusetzen, nachdem in der Vergangenheit eher Signale vom Einzelhandel zu vernehmen war, auf weitere Verkaufssonntage zu verzichten, nachdem auch der Zuspruch rückläufig war.
„Dass der letzte Verkaufssonntag wieder mehr Besucher nach Mannheim lockte, bedeutet noch keine Trendwende, so der Mannheimer KAB-Bezirkssekretär Ulf Bergemann, vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise. Die Begründung, dass man das Ereignis der Eishockey-WM entsprechend würdigen wolle, sei Augenwischerei, betonte Bergemann, denn er sehe hier vielmehr den Versuch erneut einen zweiten verkaufsoffenen Sonntag zu etablieren. 2006 wurden von der KAB und den beiden großen Kirchen mehrere Tausend Unterschriften für den Erhalt der Sonntagsruhe gesammelt. Diese, so Bergemann, könnten nicht einfach ignoriert werden. Die Beschäftigten im Einzelhandel sind nach Meinung des KAB-Präses P. Burghard Weghaus SJ. sowieso schon sehr belastet durch die Verlängerung der Öffnungszeiten und „Super-Samstage“, jetzt will man den Beschäftigten auch noch einen zweiten Verkaufssonntag aufs Auge drücken. Weghaus betonte, dass die KAB die Entwicklung genau beobachten und das Thema des Sonntagsschutzes im Auge behalten werde. Die Menschen haben ein Recht auf eine Atempause im Alltag. Der Präses der KAB kündigte an, dass die KAB die Gewerkschaften in ihren Bemühungen um den Erhalt des arbeitsfreien Sonntages auch weiterhin unterstützen werde. |