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Christen und Muslime beten gemeinsam für Frieden

Ökumenisches Friedensgebet für Christen und Muslime am 6. Juli in Oberhausen

 

Datum:

 

07. Juli 2010

 

Wie in jedem Jahr hatte die KAB, der ökumenische Friedensgebetskreis und die Ditib Fatih Moschee auch in diesem Juli zu einem gemeinsamen Friedensgebet eingeladen. Zur Eröffnung konnten Heide Scheurer vom ökumenischen Friedensgebetskreis und Fatih Sahan, Dialogbeauftragter der Ditib in Baden, etwa 60 Teilnehmer begrüßen. Im Anschluss daran rezitierte ein türkischer Jugendlicher Koranverse, in denen deutlich wird, dass Gott die Vielfalt der Religionen will und die Gläubigen dazu aufruft, in Liebe und Achtung miteinander umzugehen.

An Hand des Bibelverses ?Du sollst Gott deinen Herrn lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst?, zeigte Jutta Weinmann in einer kurzen Ansprache den gemeinsamen Grundgedanken von Judentum, Christentum und Islam auf. Wo Menschen sich auf Gott einlassen, sehen sie die Welt mit anderen Augen. Dann zählt nicht Geld und Erfolg, sondern Mitmenschlichkeit und ein schonender Umgang mit der Natur.

Wie weit wir jedoch von einer Welt entfernt sind, in der Menschen liebevoll mit der Schöpfung und mit ihren Mitmenschen umgehen, kam in den von einer Vertreterin der KAB und einem Vertreter der Moschee gemeinsam vorgetragenen Fürbitten zur Sprache. ?In unserem Alltag erleben wir häufig Feindseligkeit und Misstrauen. Alte Menschen schimpfen auf junge, Jugendliche lästern über Ältere. Einheimische und Fremde begegnen einander mit Vorurteilen. Kranke und Arbeitslose trauen sich nicht, über ihre Situation zu reden.? hieß es da, aber auch ?In unserer Welt kommen Menschen unter die Räder. Das Profitdenken regiert in der Wirtschaft und nimmt keine Rücksicht auf Mensch und Natur. Terror und Gewalt breiten sich aus. Fanatiker missbrauchen ihre Religion und teilen die Welt in Gute und Böse.?

Der Gedanke, dass Menschen ihren Frieden in Gott finden und damit auch zum Frieden in der Welt beitragen, wurde dann von den Muslimen mit der Sure Al-Fatiha aufgegriffen. Der von einem Muslim und einer Christin eingeleitete Friedensgruß zeigte mit der Herzlichkeit der Begegnungen, dass dieses Miteinander in Oberhausen schon zeichenhaft Realität ist. Ein stimmgewaltig von einem türkischen Mädchen vorgetragenes Lied in englischer und türkischer Sprache sowie ein Solo eines jungen Muslim über die Liebe zu Gott berührten alle Anwesenden tief. Sichtlich bewegt ludt Monika Becker, die Ortsvorsitzende der KAB Oberhausen, am Ende des Gebetes zum Begegnungsabend ein.

Nachdem alle Anwesenden sich erst einmal bei dem von den Mitgliedern der KAB und weiteren Helferinnen vorbereiteten reichhaltigen Büfett gestärkt hatten, wies Derya Sahan auf die jahrelange Tradition dieser Friedensgebete hin und bedankte sich im Namen des Vorstandes. Dr. Ingrid von Brocke erzählte von Treffen der Friedensgebetskreise auf Bundesebene, wo sie mit ihren Berichten Erstaunen hervorgerufen habe. Von dem herzliche Miteinander und der Offenheit der Oberhausener Begegnungen könnten Christen und Muslime überall viel lernen. Sehr beeindruckt war auch Bruno Schilling, der neue Bezirksvorsitzende der KAB, der zum ersten Mal an einer solchen Veranstaltung teil genommen hatte.

Jutta Weinmann

 

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