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KAB spricht sich gegen einkommensunabhängige Sozialversicherungsbeiträge aus

Bezirkstag in St. Leon Rot

 

Datum:

 

08. Februar 2011

 

Rhein-Neckar/Rot 05.02.11. Auf dem diesjährigen Bezirkstag begrüßte der Bezirksvorsitzende Raimund Mack die Delegierten des KAB Bezirksverbandes Heidelberg zu ihrem jährlichen Bezirkstag (Generalversammlung) am vergangenen Wochenende in Rot. Über 36 Delegierte aus den Ortsgruppen des Bezirksverbandes waren der Einladung gefolgt. Nach einer Besinnung von Pater Burghard Weghaus SJ wurden die Regularien routiniert abgearbeitet.

Der Bezirksvorsitzende Raimund Mack berichtete in seinem Jahresbericht vom letztjährigen Diözesanverbandstag in Tauberbischofsheim: „Fair teilen statt sozial spalten“ war der Titel des Leitantrages. Es wurde die Verantwortung der Reichen und Starken unserer Gesellschaft und weltweit für die Armen und Benachteiligten als inhaltliche Kernaussage hervorgehoben. Die KAB möchte in den nächsten vier Jahren gerade in dieser Frage wichtige Impulse und Anregungen in Gesellschaft und Kirche geben. So sprach sich die KAB Heidelberg für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer oder die Wiedereinführung der paritätischen Versicherung im Gesundheitssystem aus und erteilte dem Regierungsvorhaben von der Einführung einer einheitlichen Gesundheitsprämie eine eindeutige Absage.

Das letztjährige Jahresthema der KAB „Gute Arbeit“ hat in vielen Seminaren und Publikationen, auch zusammen mit den Gewerkschaften, auf Probleme vieler Menschen aufmerksam gemacht. Prekäre Arbeitsbedingungen, also unsichere Arbeitsverhältnisse, Lohndumping, schlechte Arbeitsbedingungen, Mobbing etc. hätten sich breit gemacht, betonte Mack.

Uwe Terhorst, Referent für Arbeitnehmerseelsorge/ KAB in der Region Rhein-Neckar kritisiert die kommenden hohen Belastungen von Arbeitnehmern und Rentnern und lehnt die Gesundheitsprämie der Krankenversicherung eindeutig ab. In der Gesundheitsversicherung sei bereits jetzt erkennbar, dass einige Gesellschaftsschichten stärker als andere belastet würden. Im Jahr 2011 sei zu befürchten, dass die Bundesregierung noch eine „Rösler Prämie“ in der Pflegeversicherung einführen wolle. Der bundesweit über 200.000 Mitglieder zählende Sozialverband lehne die Einführung einer einkommensunabhängigen Prämie in der Pflegeversicherung entschieden ab. Die Bundesregierung von Union und FDP richte Ludwig Erhardts Begriff der sozialen Marktwirtschaft neoliberal aus. Dies bedauerten die Vertreterinnen und Vertreter der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung aus allen Ortsverbänden des Raumes Heidelberg - Wiesloch.

Nach diesen sozialpolitischen Ausführungen bedankte sich Uwe Terhorst bei allen ehrenamtlichen für die ausgezeichnete Unterstützung bei den 5. Kurpfälzer Sozialtagen. In der Metropolregion Rhein-Neckar sei diese Veranstaltungsreihe mit über 10 Veranstaltungen eine einzigartige Gelegenheit sich mit Vertretern aus Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaft über soziale und gesellschaftliche Veränderungen auszutauschen. Im Bezirk Heidelberg seien mit Dr. Rainer Dulger, dem Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall und der ehemaligen DGB Vorsitzenden Dr. Ursula Engelen-Kefer zwei Veranstaltungen durchgeführt worden. Die anderen fanden im Raum Bergstraße, in Mosbach, Mannheim und Ludwigshafen statt. Alle Veranstaltungen seien wie in den Jahren zuvor, ausgesprochen gut besucht worden. Den Medien dankte er ausdrücklich für die gute Berichterstattung.

Im Kassenbericht konnte Kassier Bruno Reidel eine solide Haushaltsführung darstellen.

Nach den Regularien trat zu Kaffee und Kuchen der evangelische Posaunenchor aus Sinsheim auf und faszinierte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Musik aus Oper und Operette sowie Liedern der deutschen Romantik. So klang unter Leitung des Dirigenten und KAB Bezirksvorsitzenden der stimmungsvolle Nachmittag im Pfarrsaal des Gemeindezentrums St. Mauritius aus.

 

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