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Kommt jetzt der Aufbruch?

KAB und ANP zeigten vielfältiges Engagement beim Katholikentag

 

Datum:

 

23. Mai 2012

 

Mannheim/Rhein-Neckar, 23. Mai 2012. Langsam erreicht die Frauen und Männer der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Arbeitnehmerseelsorge der Region Rhein-Neckar wieder der Alltag. Nach fünf Tagen intensiven Programmangebots von Seiten der Arbeitnehmer, heißt es nun, etwas Ruhe finden und das Erlebte verarbeiten. Kommt jetzt der ersehnte Aufbruch in der Kirche? Ein Satz aus der Predigt des KAB-Bundespräses Johannes Stein ist dem Mannheimer KAB-Diözesansekretär Ulf Bergemann besonders in Erinnerung geblieben: ?Wenn wir uns nicht bewegen, geht das Licht aus.? Mit dem Blick auf moderne Bauten, wo Bewegungsmelder die Beleuchtung in den Gebäuden regulieren, brachte der Bundespräses dies als Gleichnis für die Zukunft unserer Kirche: Wenn wir uns nicht bewegen, geht das Licht aus! Wir werden überflüssig, erkennen nicht die Zeichen der Zeit, werden Ballast der Geschichte und sitzen buchstäblich ?im Dunkeln?.

Beginnt nun der Aufbruch, damit wir uns in der Kirche ?bewegen?, oder gehen wir zur Tagesordnung über? Und kritisch an die KAB gefragt, einer ?Bewegung?, die das Wort auch im Namen trägt: Wohin bewegt sich die KAB, wo gibt es hier ?neue Aufbrüche??

Ein Aufbruch war sicher der Arbeitnehmerempfang von KAB und Arbeitnehmerseelsorge während des Katholikentages. Erstmalig wurde zu solch einem Empfang eingeladen und ca. 200 Vertreter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren gekommen. Für manche die einzige Veranstaltung, die die Betriebs- und Personalräte während des Katholikentages besucht haben, die anderen Angebote waren ja allzu oft auf kirchliche Insider zugeschnitten. Kardinal Marx, der die Bedeutung des Dialoges zwischen Kirche, Gewerkschaften, ArbeitnehmerInnen und kirchlichen Funktionsträgern hervorhob, fand die Idee des Arbeitnehmerempfangs so gut, dass er anregte, bei künftigen Kirchen- und Katholikentagen einen solchen Empfang zu einer ständigen Einrichtung werden zu lassen. Dies sollten auch die Verantwortlichen des Katholikentages hören, denn diese Zielgruppe gehört leider nicht zu ihren ersten Ansprechpartnern, was durchaus auch bei der einen oder anderen Entscheidung des ZdKs zu spüren war.

Einen besonders großen Zuspruch fanden die Hafenrundfahrten, sowie der ständige Treff im Arbeitnehmer-Cafè im Quadrat D 4, 4, wo abends auch ein kleines Rahmenprogramm angeboten wurde. Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern um Hildegard Maringer ist hier besonders zu danken. Die beiden Info-Stände der KAB und des Weltnotwerkes waren gut besucht, interessante Gespräche konnten geführt werden. Und auch die Fernfahrer-Kirche hatte mit einem eigenen Angebot beim Technoseum Impulse setzen können.

Bleibt immer noch die Frage des Aufbruchs für die Kirche und die KAB. Kirche und KAB müssen an den Orten präsent sein, an denen Kirche nicht vorkommt, z.B. in der Welt der Arbeit, wo Menschen für ihre Rechte kämpfen, wo gegen Unterdrückung und Willkür protestiert wird. Wir müssen raus aus den gemütlich warmen Ecken und uns zu unserem Glauben bekennen. Wie schön das Bild in der Fußgängerzone von Mannheim, so viele Schals und Layers des Katholikentages, alle haben sich öffentlich bekannt. Zu jeder Tages- und Nachtzeit waren in Straßenbahnen und auf Plätzen Menschen zu finden, die dazugehörten. Eine schöne Vorstellung: wenn dies doch immer so wäre. Aber dabei dürfen wir nicht stehen bleiben, sondern müssen für unsere Überzeugungen auf die Straße gehen. Andere Religionsgemeinschaften machen dies mit Geduld und Ausdauer. Und wenn wir für unsere Überzeugungen einstehen, wie z.B. dass der ?Sonntag ein Geschenk des Himmels? ist, dann brauchen wir extremistische Strömungen nicht zu fürchten. Nur wenn wir alles der Beliebigkeit preisgeben, werden bald andere die Werte in unserer Gesellschaft neu definieren. Also: Wenn wir uns nicht bewegen, geht das Licht aus?.und dies könnte schneller geschehen, als wir glauben, daher ?Einen neuen Aufbruch wagen?.

 

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