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Anpacken und die Welt ein klein bisschen besser machen ist der Wahlspruch bei der KAB

 

Datum:

 

16. April 2014

 

Weinheim-Sulzbach 16.04.14. Der Bezirksvorsitzende Hermann Glocker begrüßte die Delegierten des Bezirksverbandes Bergstraße der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zu ihrem jährlichen Bezirkstag (Generalversammlung) in Weinheim-Sulzbach vergangene Woche. Rund 25 Delegierte aus den Ortsgruppen des Bezirksverbandes waren der Einladung gefolgt.

Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes betonte die Bezirksvorsitzende Gertrud Knapp aus Laudenbach, dass Anpacken und die Welt ein klein bisschen besser machen der Wahlspruch bei den regelmäßigen Bezirkssitzungen des KAB Bezirksverbandes Bergstraße sei. Immer wieder heiße es die Richtung zu hinterfragen, neue Wege zu finden, Ziele zu stecken. Es sind nicht die großen, weltbewegenden Dinge, sondern die kleinen Rädchen die das große Uhrwerk KAB am Laufen halten. Jedes der runde 150 Mitglieder im Bezirk Bergstraße sei aufgerufen diese Rädchen zu ölen, damit sie sich wie von selbst drehen. Dazu ist es ab und zu notwendig einige klare Worte, auch einmal recht laut zu sagen, damit auch der in der hinteren Bank sitzende aufwache.

In unseren Arbeitsstellen wird von Gewinnmaximierung anstatt von Profitgier gesprochen. Von sozialer Kälte ist die Rede. Von purem Egoismus und allgegenwärtigem Individualismus. Wohin wir schauen, um uns herum nur Eigeninteressen. Wirft ein Betrieb nicht die erwarteten Millionen oder Mehr ab ist er unrentabel und wird geschlossen. Keiner interessiert sich für den Arbeitsplatz des Einzelnen, seine soziale Stellung in der Gemeinschaft. Gebt ihnen eine Abfindung oder ein Jobangebot in einem weit entfernten Werk und ihr seid alle Sorgen los. Ihr habt ja einen Sozialplan an den ihr euch klammern und rechtfertigen könnt. Doch wo bleibt das Wir? Das gegenseitige eintreten? Wer macht das noch, jeder hat Angst um seinen eigenen Posten! Das sich für andere einsetzen, den Mut seine Meinung zu Missständen laut zu sagen wird meist ängstlich unter den Tisch gekehrt, ist aus der Mode gekommen. Wann merken unsere Kinder: Allein ist der Mensch schwächer als in einer Mannschaft. Schon in der Bibel im Buch Kohelet heißt es: Zwei sind besser als allein (Koh 4, 9). Allein etwas bewerkstelligen zu wollen ist nicht gut, es ist mühsam und kräftezehrend. Es braucht mehrere um etwas zu erreichen. In einem Zusammen hilft Hilfe mehr. Man ergänzt sich: Jeder Mensch hat von Gott Gnadengaben erhalten (Paulusbrief), die er oder sie gut nutzen sollen. Setzen wir also erkennbare Zeichen, die nicht zu übersehen sind. Machen wir unseren Mund auf, damit die Stimmen der Verstummten nicht überhört werden können. Wir haben durch unsere Lebenserfahrung viel einzubringen in der Gesellschaft und in unserer Kirche. Als Verband praktizieren wir schon lange die Gleichstellung von Frauen und Männer, von Laien und Klerikern, von Einheimischen und Zugewanderten. Unser Verband, die KAB funktioniere nur dann zum Wohle aller, wenn jeder seine Fähigkeiten zum Nutzen aller einbringt. Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam werden wir nicht überhört sondern gehört! Gemeinsam stark sein vom Kindergarten bis zum Altenheim, vom Hilfswerk bis zur Mission, vom Gebet bis zur Bewusstseinsbildung, so die engagierten Ausführungen der Bezirksvorsitzenden Gertrud Knapp in ihrem Rechenschaftsbericht.

Uwe Terhorst, Referent für Arbeitnehmerseelsorge / KAB in den Regionen Rhein-Neckar und Odenwald-Tauber, dankte den ehrenamtlichen für die geleistete Arbeit im vergangenen Berichtsjahr. Traditionelle Veranstaltungen wie den Einkehrtag im Heinrich-Pesch-Haus wolle man ebenso beibehalten, wie die Wallfahrt der KAB Rhein-Neckar von Schriesheim nach Leutershausen. Gerade in Zeiten der Säkularisierung sei es wichtig, christlich soziale Werte in die Diskussion einzubringen. So sei die Frage um einen arbeitsfreien Sonntag heute ebenso wichtig, wie Antworten zum Thema Verteilung zu geben. Papst Franziskus sagt dazu: ?Heute spielt sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren ab, wo der Mächtigere den Schwächeren zu nichte macht. Als Folge dieser Situation sehen sich große Massen der Bevölkerung ausgeschlossen und an den Rand gedrängt: ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg.? (EVANGELI GAUDIUM Nr. 53). Dieser Frage widme sich die KAB seit Jahrzehnten, dies sei der Auftrag der KAB und Arbeitnehmerseelsorge, so Terhorst. Wir versuchen Auswege zu finden und Aussichten zu geben.

So komme es auch nicht von ungefähr das die 7. Kurpfälzer Sozialtage das Thema ?Solidarität neu denken ? Aufbruch in eine gerechtere und solidarische Welt? vom 9.-23. November 2014 bearbeiten würden. Bei der Eröffnung wird zum Beispiel der ehemalige Bundesminister und Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer Gastredner sein.

Bei den Wahlen für den im Mai stattfindenden KAB Diözeanverbandstag der Erzdiözese Freiburg in Karlsruhe wurden folgende Delegierte gewählt: Bezirksvorsitzende Gertrud Knapp sowie Bezirksvorsitzender Hermann Glocker, sowie als weitere Delegierte in der Reihenfolge der abgegebenen Stimmen: Eleonore Glocker, Weinheim ? Sulzbach; Bernhard Kristek, Laudenbach; Reinhold Diesner, Weinheim ? Sulzbach; Hermann Wind, Laudenbach und Markus Zwingenberger aus Leutershausen. Zu Ersatzdelegierten wurden Gerold Reh, Weinheim; Hermann Grünewald, Weinheim-Sulzbach sowie Josef Schulz aus Leutershausen gewählt.

 

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