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125 Jahre KAB in der Region Rhein-Neckar

Einer der ersten kath. Arbeitervereine wurde in Mannheim gegründet

 

Datum:

 

16. April 2015

 

Rhein-Neckar/Mannheim, 16. April 2015. In einem Monat ist es soweit. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Region Rhein-Neckar, feiert das 125-jährige Bestehen. Kein geringerer als Erzbischof Stephan Burger wird am 16. Mai dieses Jubiläum mit der KAB feiern.

Kaplan Karl Fritz (späterer Erzbischof von Freiburg), gründete am 27. April 1890 den katholischen Arbeiterverein in der Mannheimer Innenstadt. Mit Schreiben vom 08. Mai 1890 wurde die Vereinsgründung vom Erzbischöflichen Ordinariat in Freiburg bestätigt.

Die Geschichte des katholischen Arbeitervereins, des katholischen Werkvolkes und schließlich der KAB war immer auch eine Geschichte der Höhen und Tiefen. Zu Beginn der Arbeitervereine waren diese überwiegend Selbsthilfegruppen, die sich gegenseitig unterstützten und füreinander da waren, aber auch einen Gegenpol zu den sozialistischen Arbeitervereinen bilden sollten.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten war die Arbeit bald nur eingeschränkt, und nach dem Gleichschaltungsgesetz überhaupt nicht mehr möglich. Die Arbeitervereine waren verboten und lösten sich zum Schutze des Vereinsvermögens auch auf.

Nach Kriegsende gründete sich schnell als Nachfolgeorganisation der katholischen Arbeitervereine das katholische Werkvolk. Jetzt stand der Wiederaufbau des Landes im Vordergrund, sowie die politische Einflussnahme auf Gesetzgebung und Mitgestaltung der Bundesrepublik Deutschland. Anfang der 70er-Jahre wurde der Name in Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) geändert. Ab diesem Zeitpunkt war die politische Positionierung noch deutlicher, u.a. forderte die KAB die Rente für Mütter oder auch die Einführung einer Pflegeversicherung. Nicht zu vergessen: Der bedingungslose Einsatz für den arbeitsfreien Sonntag.

Der Sozialverband in der Region mit heute immerhin noch drei Bezirken, ca. 15 Ortsgruppen und fast 1000 Mitgliedern, ist auf diese Geschichte stolz und feiert am 16. Mai das Gründungsjubiläum.

Das Jubiläum wird in Maria Hilf in Mannheim-Almenhof gefeiert. Ab 16.00 Uhr gibt es eine ?Mitmach-Aktion? zum Thema ?Aufbruch ins Leben ? zwischen Lebensfunken und ausgebrannt sein?. An vier Stationen können die Besucher ihre Gedanken, Anregungen und Ängste formulieren: Arbeit, Jugend, Frauen und Flüchtlinge. Ein ?Kreuz der Arbeit? wird symbolisch diese Themen zusammenführen und vor der Kirche errichtet werden, um dann ab 17.00 Uhr, mit in den Gottesdienst, den der Freiburger Erzbischof Stephan Burger zelebriert, eingebunden zu werden.

Nach der Hl. Messe wird es im Pfarrzentrum einen Empfang geben.

Abgeschlossen wird das Jubiläum mit einer Talk-Runde zum Thema ?Was können wir aus der Geschichte der Arbeitnehmerbewegungen für heute und in Zukunft lernen?? Mit dabei sind Betriebsrätinnen aus der Region, Almut Longin und Gitta Süß-Slania, die KAB-Diözesanvorsitzende Maria Baur, sowie der CDA-Kreisvorsitzende Alexander Manz und Dr. Horst Steffens vom Technoseum Mannheim. Moderieren wird die Talk-Runde der Leiter des Sozialinstitutes der KAB in der Schweiz, Dr. Thomas Wallimann-Sasaki.

 

Weiterführende Informationen
Flyer 125 Jahre KAB
Plakat 125 Jahre KAB

 

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