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Dreifach Christlich. Einfach Menschlich. Motto der KAB bei den Sozialwahlen

KAB Bachgemeinden führte Mitgliederversammlung durch

 

Datum:

 

03. Mai 2017

 

Weinheim-Sulzbach 03.05.17. Die Ortsvorsitzende Klara Legron begrüßte die Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Ortsverband Bachgemeinden zu ihrer Mitgliederversammlung im Gemeindezentrum in Sulzbach. Nach Kaffee und Kuchen, wurde zunächst der verstorbenen Mitglieder des vergangenen Jahres gedacht. Im Rechenschaftsbericht des Vorstandes berichtete Klara Legron von verschiedenen Sitzungen und Veranstaltungen.

Landvolkpfarrer Dr. Thomas Dietrich, Abteilungsleiter im Erzbischöflichen Seelsorgeamt in Freiburg sprach im November 2016 im Rahmen der Kurpfälzer Sozialtage im Alfred Delp Haus in Hemsbach zum Thema: Sozial?gerecht?human! ? Katholische Soziallehre zwischen Richtungsanzeige und Utopie. Der Wunsch nach einem sozialen, gerechten und damit letztlich humanen miteinander verbindet Menschen. Und doch können die Wege zu diesem Miteinander ganz unterschiedlich gedacht werden. Seit über hundert Jahren bringt sich die katholische Kirche mit ihrer Soziallehre in die Diskussion über diesen Wunsch und die mit ihm verbundenen Wege ein. Die einen beschimpfen sie als Utopie und ihre Vertreter als Herz-Jesu-Sozialisten, die anderen verstehen sie als Richtungsanzeige für eine bessere Welt. Klara Legron unterstrich, dass die KAB und Arbeitnehmerseelsorge Rhein-Neckar einmal mehr unter Beweis gestellt habe, das das Format der Veranstaltungsreihe Kurpfälzer Sozialtage zukunftsfähig sei und erneut hochrangige Referenten wie den Chefredakteur des ZDF, Dr. Peter Frey, oder mit Prof. Dr. Rita Süßmuth der ehemaligen Bundestagspräsidentin, gewonnen werden konnten. Bemerkenswert sei, das mehr jüngere Zuhörer und Besucher zu den Vorträgen gekommen seien. Ehrenamtliche und Hauptamtliche wie Uwe Terhorst und Ulf Bergemann führten diese angesehene Veranstaltungsreihe durch, die im Jahr 2018 vom 11.-25. November stattfinden werde, so die Ortsvorsitzende Klara Legron.

Begeistert berichtet die Vorsitzende vom Einkehrtag der KAB Rhein-Neckar in Ludwigshafen: Erstmals trat der Geistliche Leiter des KAB Diözesanverbandes Dr. Patrick Schneider als Referent auf. Das Menschen- und Gesellschaftsbild der kirchlichen Sozialverkündigung Rufe nach Verbreitung in einer neuen Welle der Bildungsarbeit. So gefährdet wie derzeit, war und ist der Frieden in dieser Welt schon seit Jahrzehnten nicht mehr! Die Vorstellung des Menschen als einer einmaligen Person, einer als aus Gott verdankten Existenz ist damit in Gefahr. Genau diese Vision hat den Frieden lange gesichert. Sie droht in den neuen, populistischen Nationalismen jenseits der Vernunft in Vergessenheit zu geraten. Der KAB-Referent erinnerte an die Ukraine-, Syrien- und die Flüchtlingsdebatte. Der Brexit in Großbritannien und die Trump-Wahlen in den USA zeigten, dass die Unvernunft auch in den Kulturen, die die Menschenrechte als Basis haben, deutlich erkennbar ist. Im Blick auf die anstehende Bundestagswahl müssten die Wähler mobilisiert werden, um die AFD zu verhindern. 'Hier ist die katholische Sozialbewegung gefragt wie nie, es ginge um den Erhalt unserer Grundwerte', berichtete Klara Legron.

Durch die Zusammenlegung der KAB in Laudenbach, Hemsbach und Sulzbach und von Einzelmitgliedern aus dem Raum Weinheim zum KAB Ortsverband Bachgemeinden waren organisatorische Angelegenheiten, wie die Neuordnung der Finanz- und Mitgliederverwaltung notwendig geworden. Dank der langjährigen Erfahrung des erkrankten Ortsvorsitzenden Hermann Glocker, sowie des umsichtigen Vereinskassiers Hermann Grünewald sind diese Arbeiten zwischenzeitlich abgeschlossen. Klara Legron bedankte sich für den immensen Arbeitsaufwand bei Hermann Grünewald.

Dieser konnte den rund 60 Mitgliedern einen einwandfreien, übersichtlichen Kassenbericht mit gutem Jahresüberschuss vorstellen. Die Kassenrevisoren Karl Hilgert und Johannes Schwalbenhofer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung und beantragten nach der Aussprache die Entlastung des Kassiers und des Vorstandes. Diesem Antrag stimmten die Mitglieder einstimmig zu.

Uwe Terhorst, Referent für Arbeitnehmerseelsorge/ KAB in der Region Rhein-Neckar warb besonders für derzeit anstehenden Sozialwahlen: Dreifach Christlich. Einfach Menschlich, laute das Motto der KAB und befreundeter Organisationen zu den diesjährigen Sozialwahlen.

Nach sechs Jahren fände nun wieder die Sozialwahl statt. Gewählt werden die Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten in den gesetzlichen Kranken- und Renten- und Unfallversicherungen. Dazu kandidieren die drei christlichen Sozialverbände ? das Kolpingwerk Deutschland, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA) ? gemeinsam unter den Slogan ?Dreifach christlich. Einfach menschlich. Die Kandidatinnen und Kandidaten aus den drei christlichen Sozialverbänden wollen christliche Werte in die Entscheidungen der Sozialversicherungsträger einbringen. Sie treten ein für die Solidarität der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken und der Leistungsstärkeren mit den Leistungsschwächeren. Uwe Terhorst ist selber seit über 20 Jahren im AOK Baden-Württemberg als Stellv. Verwaltungsratsmitglied sowie als Bezirksrat der AOK Rhein-Neckar-Odenwald als Versichertenvertreter aktiv. Insbesondere im Widerspruchsausschuss könne man das ein oder andere bewegen.

Auch in diesem Jahr werde man am 2. Juli an der KAB-Wallfahrt von Schriesheim nach Leutershausen teilnehmen. Der Vorstand habe beschlossen, am 7. Oktober erstmals auf den ?Welttag für menschenwürdige Arbeit? aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wolle man der 60 jährigen Gründung der KAB in den Bachgemeinden um 18.00 Uhr im Pater-Delp-Haus mit einen Gottesdienst und anschließendem Stehempfang feiern. Zum Abschluss des Jahres werde am 5. Dezember zu einer Adventsfeier einladen.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden folgende Mitglieder geehrt: Bild von rechts nach links: Karl Zöller für 50 Jahre Mitgliedschaft, KAB Vorsitzende Klara Legron, Referent für Arbeitnehmerseelsorge/KAB Uwe Terhorst, Monika und Karlheinz Schäfer für 40 Jahre Mitgliedschaft und Erwin Lechert für 50 Jahre. Nicht im Bild und entschuldigt Alfred Rupp wird für 40 Jahre und Alfred Krebs für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

 

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