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Betriebsbesichtigung bei der Firma MASCHINENFABRIK GUSTAV EIRICH GmbH & Co KG in Hardheim

Treffen der Pastoralen Mitarbeiter des Katholischen Dekanats Mosbach-Buchen einmal anders

 

Datum:
Erscheinungsort:

 

28. Juli 2017
Hardheim 28.07.2017

 

Riesige Mischer mit einem Volumen von max. 12.000 Litern Fassungsvermögen dafür steht die MASCHINENFABRIK GUSTAV EIRICH mit ihren rund 640 Mitarbeitern am Standort Hardheim. Das mittelständische Unternehmen ist Weltmarktführer in diesem Segment und legt besonderen Wert auf Qualität, sowohl bei ihren Maschinenprodukten als auch bei der Ausbildung ihrer Mitarbeiter. Einen ganzen Nachmittag haben sich Priester, Diakone sowie pastorale Mitarbeiter des katholischen Dekanats Mosbach-Buchen um Dekan Johannes Balbach Zeit genommen, um einen ?Nachmittag im Betrieb? zu verbringen. Auf Initiative von Uwe Terhorst, Referent für Arbeitnehmerseelsorge der Region Odenwald-Tauber, besuchten rund 35 Kirchenvertreter das Produktionswerk, sprachen mit Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz und ließen sich von Betriebsrat und Geschäftsleitung die Herausforderungen vor Ort mit großem Interesse erklären.

Nach der Begrüßung durch den Kaufmännischen Geschäftsführer Ralf Rohmann und den Betriebsratsvorsitzenden Markus Weniger machte sich die Gruppe auf zum MIXEUM EIRICH. Geschäftsführer Stephan Eirich berichtete zunächst eindrücklich von der Gründerzeit und unterstrich den Pioniergeist seiner Vorfahren. Betonte aber auch die über Generationen gewachsene Verantwortung für die Mitarbeiter und die Region. Anschließend war genügend Zeit durch die faszinierende Ausstellung zu gehen: Überall gab es aufschlussreiche Erklärungen durch beide Gesellschafter und die Betriebsratsmitglieder, es wurde gefachsimpelt oder an der einen oder anderen Stelle kritisch nachgefragt. Fachkundig führte der Betriebsratsvorsitzende Markus Weniger die pastoralen Mitarbeiter durch Werkhallen, vorbei an kleinen und riesigen Maschinen und an der modernen Lackiererei. Vor kurzen wurden noch Ersatzteile für einen Kunden gefertigt, der einen Mischer 1958 kaufte. Im Bereich der Schmiede wurde die alte Handwerkskunst präsentiert, im Bereich der Zerspanung die hochmodernen computergesteuerten CNC - Maschinen. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen und der Betriebsvereinbarung ?Sommerarbeitszeit? waren bereits einige EIRICH-Mitarbeitende zur Nachmittagsstunde bei ihren Familien. Das Unternehmen ist dann ein ?flexibles Unternehmen, wenn die Mitarbeiter im Unternehmen auch Einfluss auf Ihre eigene Flexibilität nehmen können, betonte Betriebsratsvorsitzender Markus Weniger. Im Schulungsraum wurde durch die Geschäftsführer Stephan Eirich und Ralf Rohmann die familiäre Führungskultur mit den Stichworten Respekt, Loyalität und Vertrauen für die weltweit 1300 Mitarbeitenden unterstrichen. Als Gesellschafter und im Namen der Eirich - Familie sehe man eine Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten und deren Familien. Deshalb sei es auch enorm wichtig, dass es ein gutes Miteinander zwischen Geschäftsführung und der Belegschaft gebe. Dies Unterstrich ebenso Betriebsratsvorsitzender Markus Weniger: ?Viele Lösungen bedürften einer umfangreichen Diskussion und Verhandlung mit dem Ziel, sich am Ende die Hand reichen zu können und eine Lösung für die Mitarbeitenden und das Unternehmen zu erreichen und den Interessenskonflikt in einem Vertrag den beide Unterzeichnen zu beenden. In der Fragerunde stelle Uwe Terhorst, Referent für Arbeitnehmerseelsorge eine Frage zur Entlohnung und wie EIRCH zur Tarifbindung stehen würde. Er beobachte, dass sich immer weniger Arbeitgeber in einem Arbeitgeberverband engagierten, auf der anderen Seite Gewerkschaften um Mitglieder werben. ?Gerade die Mitbestimmung sei ein grundgesetzlich verbrieftes Recht, dieses gelte es zu wahren. Sonst kommt es sehr schnell zu einer Tarifflucht, was oftmals dazu führe, dass Arbeits- und Lohnbedingungen schlechter würden.? Ralf Rohmann unterstrich die Bedeutung der Tarifbindung, deshalb sei EIRICH auch als Arbeitgeber beim Arbeitgeberverband Südwestmetall Mitglied. Bei EIRICH wird Tariflohn bezahlt. Würden wir diesen nicht bezahlen, hätten wir Probleme gute Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Auch Fragen an den Betriebsrat zum Thema ?Work-Life-Balance? wurden vom Vorsitzenden M. Weniger beantwortet, indem es in Zukunft immer wichtiger wird betriebliche, wie tarifliche Regelungen zu finden, die den Beschäftigten auch ermöglicht für eine gewissen Zeitraum die Arbeitszeit abzusenken und diese später wieder zu erhöhen zu können, wie z.B. bei Erziehungsphasen oder bei Lebensphasen, wenn es um die Pflege von Familienangehörigen geht. Dekan Balbach betonte in seinen Dankesworten, dass es wichtig sei, Betriebsbesichtigungen durchführen zu können. Die gemachten Eindrücke aus Betrieben schlügen sich zum Beispiel auch in Predigten nieder. Er bedankte sich insbesondere bei den Vertretern der Firma EIRICH für die ausgezeichnete Organisation und die gewährten Einblicke, in die sich rasant verändernde Arbeitswelt. Uwe Terhorst

 

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