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Kritische Fragen über die Arbeitswelt

9. Kurpfälzer Sozialtage Vom 11. bis 24. November lädt die Katholische Arbeitnehmerbewegung zu Diskussionen und Veranstaltungen ein

 

Datum:
Erscheinungsort:

 

31. Oktober 2018
Mannheimer Morgen

 

Autor: Maximilian Hempel

Es gibt viel zu tun für Ulf Bergemann und Uwe Terhorst von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). Noch haben die beiden Zeit für Pressegespräche, ehe es in den kommenden Tagen richtig losgeht. Werbematerial verteilen, Veranstaltungen planen ? das Telefon wird bald häufiger klingeln. Vom 11. bis zum 24. November stehen dann die neunten Kurpfälzer Sozialtage an, die der KAB-Diozösensekretär Bergemann sowie sein Partner Terhorst, Referent für Arbeitnehmerseelsorge, gemeinsam organisieren.

Für die zwei Programmgestalter sind die Sozialtage immer wieder ein Höhepunkt in ihrer Arbeit. 'Das ist die Zusammenfassung unserer Erfahrungen aus zwei Jahren in den Betrieben', sagt Bergemann.

Solidarität in den Betrieben

In den vergangenen Jahren ist ihnen so einiges aufgefallen. Der Wirtschaft hier in der Region gehe es derzeit gut, meint Terhorst. Es gibt wenig Arbeitslosigkeit und viele Betriebe hätten mittlerweile gute Lohnverhältnisse. Und dennoch: 'Wir stellen fest, dass sich immer mehr Arbeitgeber aus der Tarifbindung verabschieden', sagt Terhorst. Gleichzeitig würden prekäre Arbeitsverhältnisse ansteigen. Diese Wahrnehmung haben die Organisatoren in ihr Programm gepackt.

Es ist jedoch nur ein Thema, das bei den Kurpfälzer Sozialtagen im Mittelpunkt stehen soll. Unter dem Motto 'Arbeit. Macht. Sinn.' setzt sich die KAB mit dem Wert des Menschen in Gesellschaft und Arbeitswelt auseinander und stellt dabei viele kritische Fragen. Mit dem erhobenen Zeigefinger soll das jedoch nicht geschehen. 'Unser Ziel ist es, unterschiedliche Akteure aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch zu bringen', so Bergemann. Schließlich sei es nur gemeinsam möglich, an einer solidarischen Gemeinschaft innerhalb der Betriebe zu arbeiten. 'Wir wollen zeigen, wenn es Verantwortliche auf beiden Seiten gibt, die sich für den Menschen einsetzen, dann kann das für den Betrieb nur gut sein', fügt Terhorst hinzu.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am Sonntag, 11. November, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, darauf folgt ein Festakt in der Jesuitenkirche, den Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Sozialministerium Baden-Württemberg, eröffnet. In den folgenden Tagen gibt es täglich eine Veranstaltung mit unterschiedlichen Fragestellungen. Die eingeladenen Gäste sind dabei wie immer hochkarätig. Am Mittwoch, 14. November, feiert der Kabarettist Lutz von Rosenberg Lipinsky mit seinem neuen Programm um 19.30 Uhr im Waldhöfer Gemeindezentrum St. Franziskus Vorpremiere. In 'Geld. Macht. Angst.' bringt der studierte Theologe das Verhältnis zwischen unserer Gesellschaft und dem Geld auf den Punkt. Mit der 'Perspektive der Gewerkschaften auf die Arbeitswelt von morgen' setzt sich Elke Hannack, stellvertretende Bundesvorsitzen-de des Deutschen Gewerkschaftsbundes auseinander. Beginn ist am Freitag, 16. November, von 19.30 Uhr an in der Geschäftsstelle der IG Metall in Heidelberg. Einen Blick aus Arbeitgebersicht auf die Herausforderungen einer digitalen Arbeitswelt wirft Rupert Felder. Der Personalleiter von Heidelberger Druckmaschinen fragt sich: Wie arbeiten wir in der Zukunft? Welche Auswirkungen haben künstliche Intelligenz und automatisierte Prozesse auf die Personalarbeit? Sein Vortrag findet am Dienstag, 20. November, um 19.30 Uhr im Heidelberger Haus der Begegnung statt. Zu einem ruhigen Ende kommt die Reihe schließlich am Samstag, 24. November, ab 15.30 Uhr im Alfred-Delp-Haus in Hemsbach. Dort lädt die KAB zu einem Besinnungsnachmittag mit Kaffee und Kuchen ein. Im Anschluss gibt es von Domkapitular Offizial Thorsten Weil aus Freiburg einige Denkanstöße zur Besinnung auf das Thema 'Vom Wer des Menschen in Gesellschaft und Arbeitswelt.'

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 31.10.2018

 

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